COSCHÜTZER88

Innovation und Tradition

Industrie und Gewerbe mit Geschichte und Zukunft — an der Schnittstelle Dresden und Freital

Über ein Jahrhundert
Industriegeschichte

Von der sächsischen Maschinenfabrik zum lebendigen Gewerbe-Biotop — eine Geschichte aus Gründergeist, Zerstörung, Enteignung und neuem Anfang. Über drei Generationen.

1911

Gründung

Otto Hänsel hatte die Vision eines Systemanbieters für Maschinen und Anlagen zur Herstellung und Verpackung von Genussmittel / Süsswaren. Auf dem Gelände der Coschützer Straße 88 in Freital entwickelte er Prozesstechnik und Verpackungsmaschinen für die Süsswarenbranche. Ergänzend investierte er in die Herstellung von Verpackungsmaterialien — damals auf Basis gewachster und alukaschierten Folien, denn Kunststofffolien gabs damals noch nicht. Damit war Otto Hänsel bereits in den 30er Jahren einer der ersten Systemanbieter überhaupt. Auf einem Gewerbegrundstück von ca. 22.000 m² entstanden sehr rasch moderne, lichtdurchflutete Hallen für den Bau der Verpackungsmaschinen sowie ein außergewöhnlicher 5-geschossiger Stahlbetonbau für die Packmaterialproduktion. Die Tragfähigkeit von 1 to/m² sowie ein großdimensionierter Lastenaufzug erlaubten einen optimalen Materialfluss „von oben nach unten“ — bis zur Konfektionierung und zum Versand der Materialien, die den Kunden eine reibungslose Produktion der Genussmittel garantieren konnten. Otto Hänsel wurde in der Branche schnell eine wichtige Marke; die Maschinen wurden in die ganze Welt exportiert.

1943/45

Zerstörung und Demontage

Ein schwerer Luftangriff 1943 zerbombte das Gelände und eine große Maschinenhalle massiv. 80 Mitarbeiter überlebten den überraschenden Angriff nicht. 1945 wurden — nach Kapitulation und Kriegsende — als „Reparation“ verbliebene Anlagen für den Transport in die Sowjetunion vorbereitet. Die zerstörte Halle wird nie wieder in ihrer ursprünglichen Form aufgebaut.

1945

Wiederaufbau

Otto Hänsel wagt dennoch einen Neubeginn — ein Akt sächsischen Unternehmertums.

1953

Enteignung

Otto Hänsel wird enteignet. Die DDR enteignet den Betrieb. Er wird als „VEB Schokopack“ in das neue DDR-Kombinat NAGEMA (NAhrungs- und GEnussmittelMAschinen) integriert. In den Folgejahrzehnten wird das Gelände zunehmend vernachlässigt — Schulden und Altlasten häufen sich. Die Geländesubstanz verschlechtert sich sichtlich.

1990

Stilllegung

Nur wenige Wochen nach dem Mauerfall wird der „Betriebsteil Freital“ des Kombinats NAGEMA zum 31.12.1989 stillgelegt. Was bleibt: eine heruntergekommene, abgewirtschaftete Industriebrache.

1991/93

Rückführung in Familienbesitz

Im Rahmen der Marktwirtschaft wagen in den neuen ostdeutschen Bundesländern etliche Unternehmen und „Start-Ups“ die unternehmerische Selbstständigkeit — was mangels Kapital und Kreditfähigkeit aussichtslos erscheint. Daher verhandelt Dr. Ralf-Otto Hänsel — Enkel des Gründers — mit der Treuhandanstalt in Berlin zwecks Restitution der Immobilie, um Neugründungen in Sachsen eine Heimat und Chance zu bieten. 1993 war es soweit. Die ersten Jungunternehmer ziehen ein. Die erste Welle der Altlastenbeseitigung und Sanierung des Geländes läuft an.

Heute

Ein lebendiges Biotop

Das Gewerbegebiet „Coschützer88“ auf ca. 22.000 m² ist ein sehr lebendiges Biotop — kooperativ, integrativ, zukunftsorientiert.

Die Narben der DDR-Geschichte sind bleibend sichtbar. Behelfsbauten im DDR-Stil kamen hinzu. Heute ist hingegen die Substanz sehr gut und gepflegt. Rund 25 Mieter beheimatet das Gelände — Produzenten, Ingenieure, Kreative, Handwerker. In über 30 Jahren ist ein gewachsener Mikrokosmos entstanden, dessen Stärke die Vielfalt und der Zusammenhalt seiner Akteure ist.

22.000 m² — zentral in Dresden-Coschütz / Freital-Birkigt.
Vielfalt ist Programm.

22.000
m² Gesamtfläche
~6.500
m² vermietbar
~25
Mieter
50–1.400
m² Einheiten
6
Gebäudekomplexe
110+
Jahre Geschichte

Eine Mischung aus historischen Industriebauten und funktionalen Gewerbeeinheiten — eingebettet in reifes Grün am Rande des Plauenschen Grundes. Zentral und unweit der TU Dresden und von Forschungsinstitutionen wie z.B. der FhG Fraunhofer Gesellschaft.

Die Nutzung ist bewusst gemischt: Produktion, Werkstatt, Lager und Büro lassen sich kombinieren. Das macht den Standort attraktiv — für junge Unternehmen mit unkonventionellem Platzbedarf ebenso wie für etablierte Handwerksbetriebe.

Das Prinzip: Die Gebäudehülle — Dach, Wände, Substanz — wird vom Eigentümer erhalten. Für den Innenausbau ist der Mieter selbst verantwortlich. Das hält die Mieten fair, die Freiheit groß und den Verwaltungsaufwand minimal.
Luftaufnahme COSCHÜTZER88 — Shed-Halle und Hochhaus

Gebäude auf dem Gelände

Shed-Halle
Hochhaus (Potenzialfläche)
Ehem. Neues Heizhaus
Ehem. Altes Heizhaus
Flachbau
Nebenflächen
Historischer Schornstein

Das Biotop

In über 30 Jahren ist auf der „Coschützer88“ etwas Besonderes gewachsen: eine Gemeinschaft aus Produzenten, Tüftlern und Unternehmern, die sich gegenseitig kennen, unterstützen und zusammenhalten.

Die Heterogenität ist kein Zufall — sie ist das Prinzip. CNC-Fräser neben Medienproduzenten, Fahrzeugbauer neben Ingenieurbüros. Wer hier mietet, wird Teil eines lebendigen Mikrokosmos, der organisch gewachsen ist — nicht am Reißbrett entworfen.

Der Zusammenhalt ist real. Er zeigt sich in gemeinsamer Nachbarschaft, in kurzen Wegen, in gegenseitigem Vertrauen. Manche Mieter sind seit den frühen 1990er Jahren hier — andere kommen neu hinzu und werden Teil des Ganzen.

Luftaufnahme Gelände „Coschützer88“

1.400 m² Potenzial

Das markante weiße Fabrikgebäude am Eingang des Geländes — sichtbares Wahrzeichen der „Coschützer88“ neben dem historischen Schornstein. Vollständig entkernt, Dach nagelneu. Innen: eine leere „Leinwand“ für die richtige Idee.

Der Ausbauaufwand hängt von der geplanten Nutzung ab — ob Coworking, Produktion, Atelier, Labor oder Bürofläche. Die Substanz ist gesichert. Der Rest ist Gestaltung. Das Gebäude ist ein Betonskelettbau von 1930 — im Innern auf 2 Säulen — der für die Packmittelproduktion errichtet wurde. Daher Tragfähigkeit 1 to/m² sowie ein adäquater Lastenaufzug.

  • Fläche~1.100 m² (Optional 1.400 m²)
  • ZustandEntkernt, Dach neu
  • GeschosseMehrgeschossig
  • AusbauNach Nutzungskonzept
Beispiel: Das sog. „Hochhaus“ ist dank eines abzustimmenden Sicherungskonzepts ideal geeignet für die Entwicklung und Herstellung sensibler Produkte z.B. aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt (Sensoren, Drohnen …) oder der Medizintechnik.

Sicherheit: Begrenzte Eingänge und anspruchsvolle Maßnahmen an der Außenhülle erlauben relativ preiswert sehr hohe Sicherheitsstandards.

Potenzial: Kooperation mit Zulieferern auf dem Gelände der „Coschützer88“.
Anfrage stellen
Das „Hochhaus“ — Außenansicht COSCHÜTZER88
~2 km
Autobahn A17
~5 km
Dresden Hauptbahnhof
~6 km
Dresdner Innenstadt
~8 km
TU Dresden (Campus)
~17 km
Flughafen Dresden
ÖPNV
Tram & Bus — Karlsruher Straße

Sprechen Sie uns an

Eigentümer & Ansprechpartner

Name
Dr. Ralf-Otto Hänsel
E-Mail
rh(at)Dresden-Freital.com

Interesse an einer Fläche? Fragen zum Hochhaus? Oder einfach neugierig auf den Standort? — Melden Sie sich direkt. Unkompliziert und persönlich.